Franziska Axt

Einhand-Wurfbeil, das von den Franken im Römischen Reich eingeführt wurde. 4. bis 8. Jahrhundert.

70,00 €
Bruttopreis

Menge
Auf Lager

Die hier vorgestellte Replik gehört zur Axt-Typologie, die als Franziska bekannt ist – ein Begriff, den Isidor von Sevilla in seinem Werk Etymologiae (Buch XVIII Über Krieg und Spiele, Kapitel VI-9) zur Bezeichnung dieser Waffe verwendete, die von den Franken benutzt wurde. Das Volk der Franken war ein germanischer Stamm, der bereits im 3. Jh. n. Chr. erwähnt wird. Sie siedelten östlich des Rheins und unternahmen Raubzüge ins Innere des Römischen Reiches. Im 4. Jahrhundert ließen sie sich als foederati in Gallien nieder und nahmen an der Verteidigung des Reiches teil. Ihre Rolle in der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern im 5. Jahrhundert war entscheidend für den römischen Sieg.

Es wird jedoch angenommen, dass die Franken die Waffe lediglich im römischen Raum eingeführt haben, da sie bereits bei früheren germanischen Völkern verbreitet war. Die Franziska zeichnet sich durch ein Blatt aus, das länger als breit ist, mit einer sanft S-förmigen Oberkante und einer unteren Schneide, die länger ist als die obere.

Wie so oft übernahmen auch die römischen Legionäre diese Axt als Ergänzung ihrer Ausrüstung – insbesondere ab dem 4. Jahrhundert, als der Anteil fremder Kämpfer unter dem römischen Adler zunahm. Die Franziska blieb auch im Frühmittelalter in Gebrauch, vor allem bei den Franken und Westgoten.

Moderne Rekonstruktionen und Tests bestätigen, dass diese Axt eher als Wurfwaffe denn als Nahkampfwaffe verwendet wurde. Wahrscheinlich wurde sie aus kurzer Distanz (10–11 Meter) in großen Mengen auf die feindlichen Linien geworfen. Fachleute vermuten, dass sie gezielt dazu eingesetzt wurde, feindliche Schildreihen zu umgehen – sei es durch einen hohen Wurf in einer Parabel, sei es durch flache Würfe, die einen Aufprall auf dem Boden verursachen sollten, um unvorhersehbare Flugbahnen und Verletzungen an den Beinen zu erzeugen.

Der Axtkopf besteht aus Stahl und ist geschärft. Der Schaft ist aus sehr widerstandsfähigem, hochwertigem Holz gefertigt.

Details:
Gewicht: ca. 1,6 kg
Gesamtlänge: ca. 81 cm
Breite: ca. 24 cm

Originales Franziska-Axtblatt, ausgestellt im Römisch-Germanischen Museum Köln (Quelle: Gottescalcus)

Franziska

Versandgewicht 1,7 kg.

Deepeeka
100115001
4 Artikel

Datenblatt

Material
Holz
Stahl

Sie könnten auch mögen

Einhandaxt

Einhandaxt, 14. Jahrhundert.

Preis 54,00 €

Franziska Axt II

Einhand-Wurfbeil, das von den Franken im Römischen Reich eingeführt wurde. 4. bis 8. Jahrhundert n. Chr.

Preis 135,00 €

Bartbeil

Visigotisches Beil basierend auf dem Fundort Puig Rom, Girona. 7.–8. Jahrhundert.

Preis 60,00 €
Kommentare (0)
Aktuell keine Kunden-Kommentare
arrow_upward