Gladiatorenhelm des Typs Mirmillo aus Eisen gefertigt.
Dieser Helm wurde vom Gladiatorentyp Mirmillo getragen. Er ist inspiriert von griechischen Modellen und wird auf Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. datiert, da er noch nicht die vollständigen Gesichtsgitter späterer Mirmillo-Helme besitzt. Stattdessen hat dieser Mirmillo-Helm noch runde Sehöffnungen, ähnlich denen der Thraker-Helme. Auffällig ist die typische „Fischflossen“-Kammplatte oben, das unverwechselbare Merkmal dieses Helmtyps.
Der Helm schützte zwar den Gladiator, erschwerte aber auch den Kampf erheblich, da er die Sicht einschränkte und das Atmen sowie Hören erschwerte. Deshalb mussten der Mirmillo, der Secutor und der Thrakier frontal kämpfen und ihren Gegner stets im Blick behalten. Das Gesichtsteil ist abnehmbar dank Eisendorn, die zum sicheren Transport schräg befestigt sind.
Der Kamm (die typische „Fischflosse“ des Mirmillo) ist mit zwei versteckten Schrauben montiert und somit abnehmbar. Dadurch kann der Nachsteller den Helm vielseitig verwenden, z. B. als Hoplomachus oder Dimachaerus, indem er den Kamm entfernt.
Der Helm ist aus mattem Stahl gefertigt, mit einer sehr realistischen und rustikalen Oberfläche. Unter den Sehöffnungen und oberhalb des Nackenschutzes befinden sich runde Verzierungen aus Messing. Auch die Sehöffnungen selbst sowie weitere Verzierungen sind aus Messing. Auf der Kammer befindet sich eine pflanzliche Verzierung und vorne ein Schwan mit ausgebreiteten Flügeln, ebenfalls aus Messing gefertigt. Der Schwan war ein Sonnensymbol, das Jupiter darstellte, der sich in dieser Form in seinen Liebesabenteuern mit Sterblichen zeigte, wie bei der Verführung der Jungfrau Leda.
Hier zeigt sich der klare männliche Prahlerei des Gladiators: die Verbindung von Mut und Kraft mit Männlichkeit und sexueller Potenz. Römische Matronen schickten ihre Sklaven nach den Spielen, um im Namen der Frauen die Gunst der Gladiatoren zu erlangen. Der Schweiß eines Gladiators galt als aphrodisierendes Mittel. Wer Zugang dazu hatte, die Leber oder Hoden eines im Kampf gefallenen Gladiators zu kochen, galt als unbesiegbar.
Der Helm ist komplett aus Stahl gefertigt. Für besseren Korrosionsschutz sind die Innenflächen mit schwarzer Rostschutzfarbe behandelt. Die pflanzlichen Verzierungen, der Schwan und die Sehöffnungen bestehen aus Messing, was dem Helm eine edle Note verleiht.
Außerdem enthält der Helm ein verstellbares Innenfutter aus Leder und ein Kinnriemen mit Schnalle aus 3 mm dickem Leder für sicheren Sitz am Kopf des Nachstellers.
Eigenschaften und Materialien:
Versandgewicht 5 kg.
Aus Transportgründen wird der Kamm demontiert geliefert. Die Montage ist dank mitgelieferter Schrauben sehr einfach.
Datenblatt
Replik eines Gladiatorenhelms vom Typ Mirmillo (auch Murmillo gennant).