Manica Mainz
Die Manica (lat. für „Ärmel“) ist ein Armschutz, der von römischen Legionären – insbesondere ab dem 1. Jahrhundert n. Chr. – sowie von Gladiatoren getragen wurde.
Variante des Manica oder Armschutzes des römischen Legionärs.
Kupferlegierung, das bereits von Xenophon beschrieben wurde, was auf eine militärische Nutzung bis ins 4.–5. Jahrhundert v. Chr. schließen lässt. Sie scheint auch schon zur Zeit der Republik von Gladiatoren verwendet worden zu sein und war gut bekannt bei anderen Völkern, denen sich die Legionen gegenübersahen, wie etwa den Parthern. Die Manica folgte demselben Prinzip wie die Lorica Segmentata: überlappende Eisenplatten mit ablenkender Wirkung gegen Schläge. Es wurde nur eine Manica getragen – am rechten Arm, der beim Einsatz des Gladius ungeschützt war.
Tacitus erwähnt einen Gladiatorentyp namens Crupellarius, der eiserne Manicae wie diese trug – ein schwer gepanzerter Gladiator, der im Bericht über den Aufstand des Florus im Jahr 21 n. Chr. beschrieben wird.
Die traditionelle Theorie besagte, dass das römische Heer dieses Ausrüstungsstück erst nach den Dakerkriegen unter Domitian übernommen habe. Es gibt jedoch bereits Belege aus dem Fundort Mainz, wo Manicae als Teil der Ausrüstung verstorbener Soldaten dargestellt sind – datiert auf die Regierungszeit Caligulas.
Sicher ist, dass Trajans Invasionsarmee intensiv Gebrauch von Manicae machte, um die Arme der Legionäre zu schützen, die sich diesen Schutz leisten konnten. Dies war eine Reaktion auf die Wirkung der Falx Dacica, einer furchterregenden zweihändig geführten Hiebwaffe, die ungeschützte Gliedmaßen abtrennte. Bildliche Belege finden sich sowohl auf der Trajanssäule als auch in Adamklissi.
Diese Replik orientiert sich sehr genau an den archäologischen Funden aus Carlisle und Newstead – beides rein militärische Fundorte – und eignet sich zur Darstellung von Legionären des 1. und 2. Jahrhunderts n. Chr. Sie besteht aus einer oberen Schulterplatte und einer abschließenden Handplatte. Dazwischen sind 22 aufsteigend überlappende Platten eingefügt, entsprechend den Funden aus Carlisle und Newstead. Diese Konfiguration gilt heute als besser geeignet als die erste Interpretation der Reliefs von Mainz, da sie einen verbesserten ablenkenden Schutz gegen eindringende Spitzen bietet
Die Manica wird mit vier Lederriemen und Messingschnallen am Arm befestigt. Eine Platte enthält zusätzlich zwei Ringe zur Verbindung mit den Schulterplatten der Lorica Segmentata mittels Vinculii.
Der Innenbereich ist vollständig mit Leder ausgekleidet, das bis zu den Rändern reicht, was sie für Reenactment-Zwecke besonders sicher macht.
Erhältlich in den beiden historischen Materialien: Stahl und Messing.
Merkmale:
Auf dem unteren Bild ist die Manica ausgestellt im Nationalmuseum von Schottland zu sehen:

Datenblatt
Spezifische Referenzen
Die Manica (lat. für „Ärmel“) ist ein Armschutz, der von römischen Legionären – insbesondere ab dem 1. Jahrhundert n. Chr. – sowie von Gladiatoren getragen wurde.
Diese manica (lateinisch für „Ärmel“ ) diente als Schutz für Gladiatoren.