Gladiatorenhelm des römischen Typs Provocator. 1. Jahrhundert n. Chr.
Der Provocator war ein schwer gepanzerter Gladiator, der häufig gegen den Retiarius antrat, jedoch auch gegen andere Gladiatorentypen kämpfen konnte. Er war mit einem mittelgroßen Schild bewaffnet und trug oft einen Brustschutz sowie Schutz an Armen und Beinen. Als Angriffswaffe nutzte er meist ein militärisches Gladius, das beim Publikum sehr beliebt war. Traditionell eröffnete der Kampf des Provocators die Spiele, wenn ein Gladiator dieses Typs teilnahm. Diese Gladiatorengattung ist von ca. 1. Jahrhundert v. Chr. bis zum 3. Jahrhundert n. Chr. belegt.
Der Helm ist an den Helm der Legionäre angelehnt, verfügt jedoch über einen Gesichtsschutz, der mit Scharnieren geöffnet werden kann. Die Sehschlitze sind größer als beim Helm des Secutors, aber noch immer stark eingeschränkt. Er besitzt keine Vorsprünge oder Kämme, an denen sich das Netz des Retiarius verfangen könnte.
Der hier vorgestellte Provocator-Helm ist die am weitesten verbreitete Variante und basiert auf einem Fund aus der Ausgrabung von Pompeji. Gefertigt aus Stahl verbindet er Robustheit, Zuverlässigkeit und Authentizität. Seitliche Röhren ermöglichen das Anbringen von Federbuschen, wie beim archäologischen Original.
Eigenschaften:
Für den Einsatz im Kampf wird eine Innenpolsterung empfohlen, angepasst an die Vorlieben des Trägers.
Im unteren Bild ist ein Relief zu sehen, das einen Provocator umgeben von Siegeskränzen darstellt. Fundort: Ephesos, heute im Staatlichen Museum, Berlin.

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