Imperial-italischer Helm Typ G Hebron
Replik eines römischen Militärhelms aus dem frühen 2. Jahrhundert nach Christus.
Replik eines römischen Militärhelms aus dem 2. Jahrhundert n. Chr.
Replik eines römischen Helms aus der antoninischen Zeit, gefunden in den Überresten des römischen Kastells Theilenhofen in Deutschland (dem ehemaligen Iciniacum).
Dieses Kastell zeigte Spuren einer Zerstörung durch Feuer. Der Helm ist auch unter dem Namen „Erster Theilenhofen“ bekannt, da ein später an derselben Stelle entdeckter Helm vom attischen Typ – aufgrund seiner aufwendigen und spektakulären Verzierung – größere Bekanntheit erlangte (siehe Bild unten).
Dieser Helm hat unter Forschern einige Kontroversen ausgelöst. Obwohl er in einem Kontext aus der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr. gefunden wurde, erinnert seine Form eher an Modelle vom Beginn des Jahrhunderts als an die des 3. Jahrhunderts. Diese Tatsache führte zu einer Korrektur im Verständnis der Entwicklung römischer Helme: Man erkannte, dass neben jenen Helmen, die bereits Züge der spätrömischen Helme trugen, auch ältere Modelle wie dieses noch im Einsatz waren.
Daher ordnen ihn einige Experten der italischen Familie zu (konkret der Typologie G), andere hingegen sehen ihn als weiteren gallischen Helm, genauer als Typ Weisenau. Das Modell übernimmt die für den Jahrhundertwechsel typischen Neuerungen römischer Legionärshelme, wie etwa das Kreuzband auf der Helmkalotte, das die Struktur gegen vertikale Schläge verstärkt. Ebenso sind Nackenschutz und Ohrklappen vorhanden. Die Dekoration ist schlicht gehalten: Ein einfacher Messingstreifen an der Stirn dient sowohl als Verzierung als auch als Verstärkung.
Der Helm besteht aus Eisen, mit dem genannten Messingband an der Vorderseite. Er wird mit einer Innenhaube aus Stoff geliefert. Die Wangenteile und der Nackenschutz verfügen über Ösen, um den Helm am Gesicht des Trägers zu fixieren.
Ein besonderer und außergewöhnlicher Helm, der bei der römischen Reenactment-Darstellung von Trajan bis Antoninus ein edles Detail darstellt.
Merkmale:
Auf dem Bild ist ein museales Original des Theilenhofen-Helms zu sehen, bei dem das Visier nicht erhalten ist:

Auf dem folgenden Bild ist der sogenannte zweite Theilenhofen-Helm zu sehen, der aufgrund seiner Bekanntheit meist einfach als „Theilenhofen-Helm“ bezeichnet wird.

Datenblatt
Replik eines römischen Militärhelms aus dem frühen 2. Jahrhundert nach Christus.
Auch Brigetio-Helm genannt, nach dem Fundort, dem heutigen Szóny, Ungarn. 1. Jahrhundert n. Chr.