Wusstest du, dass es beim Online-Einkauf ganz entscheidend ist, deine Rechte als Verbraucher zu kennen, bevor du vor dem Bildschirm deines Computers, Handys oder Tablets eine Kaufentscheidung triffst? Es ist immer sehr ratsam, auf größtmögliche Sicherheit und Gewährleistung zu achten, wenn wir unsere Daten angeben und unser Geld einem Online-Shop anvertrauen. Bei La Casa del Recreador setzen wir uns für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und soziale Verantwortung ein. Aus diesem Grund haben wir diesen kleinen Leitfaden erstellt, um unseren Kunden zu helfen, die Rechte zu kennen, die sie bei jedem Einkauf im ständig wachsenden Online-Markt einfordern können.

  • Recht auf Kenntnis der Identität des Unternehmens. So selbstverständlich es auch erscheinen mag: Jeder hat das Recht, über die Identität des Unternehmens, mit dem ein Vertrag abgeschlossen wird, informiert zu werden. Dazu gehören Handelsdaten, Adresse, Steuernummer (CIF) und sogar der Sitz der Hauptverwaltung, der sich von den Lagern oder Büros unterscheiden kann, in denen das Unternehmen tätig ist. Die Website des Unternehmens ist dabei von zentraler Bedeutung. Soziale Netzwerke sind nicht mit einer Website gleichzusetzen. Eine kostenlose Facebook-Seite ist keine geschäftliche Website – wenn dort Produkte beworben werden, wird immer auf die eigentliche Verkaufsseite verwiesen. Wenn das Unternehmen zusätzlich Informationen über Gesellschafter, Geschäftsführer, leitende Angestellte und natürliche Personen, die das Tagesgeschäft führen, bereitstellt, handelt es sich um einen besonders hohen Standard der Transparenz. Alle diese Informationen sollten für die Kundschaft leicht zugänglich und in einem eigenen Menüpunkt der Website abrufbar sein.
  • Recht auf klare und aktuelle Informationen über die Produkte. Nur so können Verbraucher fundierte und bewusste Kaufentscheidungen treffen. Die Informationen sollten unter anderem Preis, Maße, Gewicht, Bilder, Gebrauchsanweisungen sowie geltende Gesetze und Sicherheitsvorschriften umfassen. Sei misstrauisch gegenüber Seiten, auf denen man erst per Nachricht nach etwas so Grundlegendem wie dem Preis fragen muss.
  • Recht auf Informationen über die Versandkosten. Das bedeutet: Käufer müssen wissen, welche Versandkosten beim Kauf eines Produkts anfallen. Falls diese vom Einkaufsvolumen abhängen, müssen die Kriterien, nach denen der Shop die Versandkosten berechnet, transparent angegeben sein. Die Versandkosten müssen auf der Website gut sichtbar und vor Abschluss des Kaufs veröffentlicht werden, nicht erst beim Bezahlen.
  • Recht auf Kenntnis der Versand- und Lieferzeiten. Online-Shops müssen klar und deutlich an gut sichtbarer Stelle angeben, bis wann das Produkt spätestens beim Kunden ankommen wird. Diese Frist darf die gesetzlichen Maximalfristen nicht überschreiten, außer es wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart. Jede Garantie für Pünktlichkeit oder besonders schnellen Versand ist ein Pluspunkt.
    Zusätzliche Angaben über das Versandunternehmen und dessen Laufzeiten sind ebenfalls hilfreich. Falls das Produkt nicht innerhalb des angekündigten Zeitraums geliefert werden kann, ist der Online-Shop verpflichtet, den Kunden rechtzeitig zu informieren und entweder eine Rückerstattung oder eine angemessene Entschädigung anzubieten.
  • Recht auf Schutz der personenbezogenen Daten und auf Angabe nur der nötigen Informationen. Für den Kauf müssen lediglich Name, Nachname und Kontaktdaten (E-Mail, Adresse und Telefonnummer zur Zustellung) angegeben werden. Das Unternehmen muss auf seiner Website ausdrücklich erklären, dass es die gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz einhält, insbesondere gegenüber der spanischen Datenschutzbehörde. Wenn die Website ein sicheres Protokoll (https) verwendet, kann man zudem darauf vertrauen, dass die eigenen Daten nicht an Dritte weitergegeben werden. Verstöße gegen den Datenschutz können für Online-Händler empfindliche Strafen nach sich ziehen. Verbraucher haben zudem das Recht auf Auskunft, Berichtigung und Löschung ihrer Daten.
  • Recht auf sichere Zahlungsmethoden und Auswahlmöglichkeit. Kunden haben das Recht, unter verschiedenen Zahlungsmethoden die für sie passende zu wählen – ohne dass dafür zusätzliche Gebühren anfallen. Außerdem haben sie das Recht, eine sichere Transaktion zu verlangen. Wenn die Seite ein Sicherheitsprotokoll (https) und ein anerkanntes Zahlungssystem (wie Redsys) nutzt, werden die Kreditkartendaten nicht an den Shop weitergeleitet, sondern direkt an die Bank übermittelt.
  • Recht auf alternative Kontaktmöglichkeiten zum E-Mail-Verkehr. Kunden müssen die Möglichkeit haben, mit dem Online-Shop auch telefonisch oder persönlich in Kontakt zu treten. Die Website sollte daher eine oder mehrere Telefonnummern angeben, über die der Shop erreichbar ist. Auch telefonische Bestellungen sollten möglich sein, wenn der Kunde dies wünscht. Wer die Geschäftsräume persönlich aufsuchen möchte, hat ebenfalls das Recht dazu.
  • Recht auf Rückgabe oder Reparatur. Die Bedingungen für die Ausübung dieses Rechts müssen auf einer eigenen Seite der Website deutlich beschrieben sein. Die Kosten für die Rücksendung fehlerhafter oder falsch gelieferter Ware trägt der Händler. Unabhängig davon haben Verbraucher laut Gesetz das Recht, innerhalb von vierzehn Tagen nach Erhalt der Ware vom Kauf zurückzutreten – ohne Angabe von Gründen, wobei die Rücksendekosten vom Kunden zu tragen sind. Dies ist das sogenannte Widerrufsrecht. Falls der Shop dieses Recht für bestimmte Produkte einschränkt oder nur unter Bedingungen akzeptiert, muss dies im Voraus klar kommuniziert werden. 
  • Recht auf Erhalt einer Rechnung. Käufer haben das Recht, eine ordnungsgemäße Rechnung für ihren Einkauf zu erhalten. Der Händler ist verpflichtet, diese nach den geltenden handels- und steuerrechtlichen Vorschriften auszustellen und aufzubewahren. Die Rechnung dient als wichtigstes Nachweisdokument im Falle einer Reklamation. Sie muss alle gesetzlich vorgeschriebenen Angaben enthalten, vom Unternehmensinhaber ausgestellt sein, die Mehrwertsteuer (IVA) klar ausweisen und darf kein späteres Datum als die Zahlung oder Lieferung tragen. Wenn der Kunde über ein persönliches Kundenkonto verfügt, in dem Bestellverlauf und Rechnungen gespeichert sind, zeugt das von einem hohen Maß an Vertrauenswürdigkeit und gesetzlicher Konformität.

Einen schönen Weltverbrauchertag 2018!!

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