Kapeline I
Nachbildung eines mittelalterlichen Helms, der ab dem 11. Jahrhundert unter Fußsoldaten und Armbrustschützen verbreitet war.
Weiterentwickelter Kegelhelm zur Nachbildung von Fußsoldaten ab dem 13. Jahrhundert.
Die Capelina oder Capillo ist ein mittelalterlicher Stahlhelm in Form eines Hutes, der vom 11. bis zum 14. Jahrhundert in ganz Europa verwendet wurde. Sie ist eine Weiterentwicklung des Küppels, dem eine breite Krempe hinzugefügt wurde, um vor möglichen Schlägen zu schützen und diese auf die Schulterpartie abzulenken. Dieser Helmtyp war häufig bei Fußsoldaten und Armbrustschützen im Gebrauch. Allerdings bot er keinen Schutz für Gesicht oder Nacken, weshalb er von Rittern oder bewaffneten Kämpfern verworfen wurde. Dieser Mangel an Schutz führte dazu, dass viele zusätzlich einen Kinnschutz (Babiera) am Helm anbrachten.
Diese Capelina erschien in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und ist handgefertigt aus 1,6 mm dickem Stahl. Sie beinhaltet ein verstellbares Lederfutter. Die Form dieses Modells ist sehr speziell: Sie besitzt nicht mehr die runde Kuppel der früheren Modelle, sondern einen erhöhten Zylinder, auf dem ein Stahlkegel sitzt, was einen deutlich besseren Abpralleffekt gegen Hiebschläge der starken spätmittelalterlichen Waffen bietet.
Diese Capelina begann in England hergestellt zu werden und wurde dort vor allem von Armbrustschützen getragen. Diese Einheiten verbreiteten den Helmtyp in ganz Europa, auch in den hispanischen Königreichen. Besonders populär wurde sie während des kastilischen Bürgerkriegs (1351–1369).
Einheitsgröße.
Details und Eigenschaften:
Versandgewicht ca. 2,7 kg
Auf dem Bild: Wandmalerei in der Burg Gozzoburg in Österreich; das Fresko stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.

Datenblatt
Nachbildung eines mittelalterlichen Helms, der ab dem 11. Jahrhundert unter Fußsoldaten und Armbrustschützen verbreitet war.
Rekonstruktion eines mittelalterlichen Helms, wie er im 14. Jahrhundert von Fußsoldaten und Armbrustschützen getragen wurde.