Spätrömische Calcei
Replik der in Vindolanda gefundenen Schuhe, einem römischen Kastell im Norden Englands.
Beinschutz und Wärmeschutz für den Legionär.
Schon seit der Antike trugen römische Soldaten Beinkleider, um nicht nur der Kälte zu trotzen, sondern auch ihre Beine im unwegsamen Gelände zu schützen. Die genaue antike Bezeichnung für diese Art von Beinbekleidung ist nicht überliefert, daher verwenden wir in dieser Replik den allgemeinen lateinischen Begriff fasciae, was „Bänder“ oder „Wickel“ bedeutet.
Die Fasciae wurden über der Hose getragen und von den Knöcheln bis unterhalb des Knies gewickelt. Sie dienten als Ersatz für hohe Socken. Wer Beinschienen (Greaves) trug, nutzte die Fasciae auch als Polsterung gegen die Metallteile. Fasciae wurden sowohl von Männern als auch von Frauen getragen. Die Westgoten übernahmen dieses einfache Kleidungsstück, das sich bis ins hohe Mittelalter in ganz Europa hielt.
Jede dieser Beinwickel besteht aus einer einzigen Baumwollbahn mit Fischgrät-Webmuster. Flach gearbeitete Nähte verhindern Druckstellen oder Scheuerungen. Zum Befestigen dient ein angenähtes Baumwollband. Die Fasciae werden paarweise verkauft.
Details:
Versandgewicht: 0,25 kg
Datenblatt
Spezifische Referenzen
Replik der in Vindolanda gefundenen Schuhe, einem römischen Kastell im Norden Englands.
Römische Calcei, gefunden in den Niederlanden, 2. Jahrhundert n. Chr.
Ein Paar römische Beinschienen aus Stahl. 4.–5. Jahrhundert n. Chr.