Holzbox für die Reglements-Patronentasche der französischen Militärverordnung von 1806.
Die Patronentaschen aller Armeen benötigten ein zentrales Element, um Pulverladungen und weitere Utensilien sicher und geordnet aufzubewahren: eine passende Holzbox im Inneren der Tasche.
Jede Armee entwarf ihr eigenes Layout, doch das Ziel war stets dasselbe – möglichst viele Kartuschen sicher und übersichtlich unterzubringen.
Dieses Modell entspricht dem coffret oder Munitionskästchen, das im Handbuch der Militärschule von Saint-Cyr beschrieben wird, gemäß dem Waffenreglement des Jahres XIII sowie der Anweisung des Kriegsministeriums von 1806.
Laut dieser Vorschrift war die Box in drei Fächer unterteilt: In den beiden äußeren wurden je zwei Päckchen mit 15 Papierkartuschen aufbewahrt, im mittleren Fach fünf Einzelkartuschen und ein kleines Fläschchen mit Waffenöl. Zwei weitere Päckchen wurden als Reserve im Tornister mitgeführt. Auszug aus der Vorschrift:
„Jedes Patronenpäckchen mit Kugeln, das in das Kästchen der Patronentasche gelegt wird, wird senkrecht gestellt. Die Kartuschen in den Löchern der Box müssen mit der Kugel nach oben zeigen, damit bei Inspektionen sofort erkennbar ist, ob der Soldat über Kugelkartuschen oder nur Pulverladungen verfügt. Die Päckchen bestehen aus fünfzehn Kartuschen in drei Reihen.“
Maße ca.:
Dieses Kästchen passt genau in unsere französische Patronentasche und kann im günstigen Set erworben werden (siehe verwandte Produkte).
Datenblatt
Replik des französischen Infanteriegewehrs Modell Charleville 1777. In Silber oder Gold.
Französische Patronentasche, Giberne. Inklusive Trageriemen.