Niedermörmter-Helm, Typ Imperial Itálico H, aus Stahl und Messing.
Dieser kunstvoll gefertigte und beeindruckende Helm entspricht der Klassifikation Imperial Itálico H nach H. R. Robinson, ist jedoch unter dem Namen „Weisenau-Spättyp“ oder häufiger als Niedermörmter bekannt – benannt nach der rheinischen Ortschaft, in der das erste Exemplar gefunden wurde. Dieses wird heute im Landesmuseum Bonn, Deutschland, ausgestellt (siehe Bild unten).
Bezüglich der Verzierung wird der Helm auch „Maus und Brotlaib“ genannt. Die Darstellung des Brotlaibs stammt aus einer Bäckerei, die in Pompeji ausgegraben wurde. Die Maus oder Ratte war ein häufig verwendetes Symbol im antiken Rom und findet sich auch auf Lampen und Messergriffen.
Entstanden Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr., eignet sich dieser Helm besonders zur Nachstellung des 3. Jahrhunderts. Er stellt die Anpassung des römischen Helms an neue Gegner und Waffen dieser Zeit dar. Der Nackenschutz ist länger als bei anderen Wiesenau-Modellen und behält den Tragegriff früherer Versionen. Ursprünglich wurde der Helm ohne Wangenklappen gefunden, die erst nach sorgfältiger Forschung rekonstruiert wurden.
Diese großartige Replik gibt sogar das Gitter der Frontvisiere wieder, das an dem Original aus den Balkanstaaten entdeckt wurde. Das Stück wurde vor einigen Jahren unter der Bezeichnung AG-800 aus der Sammlung Axel Guttmann versteigert.
Merkmale:
Für ein vertieftes Erlebnis empfehlen wir Ihnen, unseren Blogartikel über die Entwicklung der römischen Helme zu lesen.

Datenblatt
Imperial-Italik Helm Typ D Mainz, 2. Jarhundert n. Chr.
Römischer Helm aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. gefunden in Niederbieber.