Wie ein verheerendes Feuer hat die gegenwärtige Pandemie die Kulturlandschaft weltweit verwüstet. Spanien und der Rest Europas mussten im Laufe des Jahres 2020 mitansehen, wie nach und nach alle Veranstaltungen aus unserem Kalender historischer Nachstellungen und Geschichtsvermittlung abgesagt wurden – Veranstaltungen, die als gesellschaftliche Ereignisse die Menschen um die Reenactors versammeln. Wie so vieles andere ist auch das lebendige Geschichtserlebnis aus unseren Städten, Museen und Ausgrabungsstätten verschwunden. Die Berufstätigen dieser Sparte versuchen, mit mehr oder weniger Glück, dem Sturm zu trotzen – mit staatlichen Hilfen und langfristigen Krediten. Öffentliche Institutionen weisen unterdessen die Kulturbudgets dringenderen Bedürfnissen zu.

Die Nachrichten über den Anfang vom Ende dieser Krise waren verwirrend und wechselhaft. Einige behaupteten, im Winter gäbe es einen Impfstoff, andere meinten, er könne erst im Frühjahr verabreicht werden; manche prophezeiten, wann wir in Spanien zur Normalität zurückkehren würden, während andere sich sogar trauten, das weltweite Ende der Pandemie zu datieren. Wie dem auch sei – in einem sind sich alle einig: Früher oder später wird diese Krise überwunden sein, so wie auch frühere Pandemien, Kriege oder Katastrophen in der Geschichte überwunden wurden. Eines Tages wird die große Covid-19-Pandemie nur noch ein paar Zeilen in den Schulbüchern sein.

Die Leidenschaft für Geschichte bleibt jedoch lebendig im Herzen der Reenactors, die die Glut ihrer Lieblingsbeschäftigung bewahren, um sie wieder zu entfachen, sobald der richtige Moment gekommen ist. Dieser Moment, noch ohne festen Termin im Kalender, wird im Jahr 2021 liegen – und mit etwas Glück wird er mit dem Beginn der neuen Veranstaltungssaison zusammenfallen. Wir alle vermissen die Durchführung unserer Events und das Zusammensein bei den Treffen der Reenactment-Gemeinschaft sehr.

Zunächst zaghaft, dann mit mehr Entschlossenheit werden die Einladungen für Römer, Mittelalter-, Napoleonik- und andere Epochenveranstaltungen zurückkehren. So schnell, wie sie abgesagt wurden, werden wir erneut die Gesellschaft unserer Mitstreiter und das Interesse eines Publikums genießen können, das unsere Leidenschaft und unser Können zu schätzen weiß.

Und was tun wir inzwischen? Was können wir in dieser Zeit des erzwungenen Winterschlafs unternehmen? Hier geben wir dir fünf Tipps, um deinen Optimismus aufrechtzuerhalten:

  1. Lernen und vorbereiten. Nutze die Zwangspause als Weiterbildungszeit. Greif zu deinen Lieblingslektüren. Kaufe Geschichtsbücher – ob historische Romane oder klassische Originalquellen. Sie helfen dir, deinen Horizont zu erweitern. Ein Abo einer Geschichtszeitschrift ist ideal, um unterhalten und informiert zu bleiben. Wenn du zurück auf dem Reenactment-Feld bist, soll es dir besser gehen als je zuvor!
  2. Auch ohne Reenactment kannst du aktiv bleiben. Engagiere dich im Vereinsleben deiner Reenactmentgruppe. Und falls du noch keiner Gruppe angehörst, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, dich derjenigen anzunähern, die dir gefällt oder in der du bereits Kontakte hast. Reenactment ist eine soziale Tätigkeit – nichts ist menschlicher!
  3. Pflege deine Ausrüstung. Ausrüstung braucht Pflege – auch wenn sie nicht benutzt wird. Überprüfe dein Metall und Leder, vielleicht musst du ölen oder reinigen. Auch Klingen und Stoffe verdienen einen kurzen Check, damit alles einsatzbereit ist, wenn es wieder losgeht.
  4. Jetzt ist auch der perfekte Zeitpunkt, um deine Ausrüstung zu verbessern oder zu ergänzen. Besuche deine Lieblingsshops – viele haben neue Produkte und bieten Rabatte an. Nimm Kontakt zu deinen bevorzugten Händlern auf und kläre deine Fragen. Es ist eine gute Gelegenheit für günstige Basics – oder für den langersehnten Kauf eines ganz besonderen Stücks.
  5. Und vor allem: bleib sozial aktiv! Nutze die Zeit, um mit deinen Freunden aus der Reenactment-Szene in Kontakt zu bleiben. Sei aktiv in sozialen Netzwerken, mit Ethik, Verständnis und dem Respekt, den ein echter Geschichtsliebhaber auszeichnet. Gruppen, Foren und neue Kontakte erweitern dein Netzwerk und steigern deine Chancen, bald wieder durchzustarten.

Bei La Casa del Recreador stehen unsere Türen immer weit offen für dich. Unsere Kommunikationskanäle bleiben geöffnet – über soziale Netzwerke, Telefon, E-Mail oder WhatsApp. Und wir leisten unseren Beitrag für deine Rückkehr ins Reenactment – mit dauerhaft günstigen Angeboten und ständigen Neuheiten.

Unser Herz schlägt weiter mit voller Kraft: Wir sind bereit für deine Rückkehr.

Foto unten: Inés Navarro, mit freundlicher Genehmigung von Ulpia Aelia.

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